Jugendmedienschutz

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Jugendmedienschutz

Der Jugendmedienschutz berücksichtigt den jeweiligen Entwicklungsstand von Kindern, hält schädliche Einflüsse auf diesen gering und unterstützt so die Heranwachsenden bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Ziel ist, Anbieter mit problematischen Inhalten dazu zu bringen, Sicherheitssperren für Kinder und Jugendliche einzuführen. Nicht gekennzeichnete oder mit "Keine Jugendfreigabe" gekennzeichnete Computerspiele oder Filme dürfen ausschließlich Erwachsenen zugänglich gemacht bzw. ihnen vorgeführt werden. Der Verstoß hiergegen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.

Freigaberegelungen

Die Jugendmedienschutzinstitutionen arbeiten mit den Regeln des Jugendschutzgesetzes und des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages der Länder. Zentrale Aufsichtsinstanz ist die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), das Organ der 14 Landesmedienanstalten Deutschlands. Arbeitsgrundlage ist der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag. Auf dessen Basis werden Medieninhalte überprüft sowie Beanstandungen, Untersagungen oder Bußgelder beschlossen, die dann von der jeweiligen Landesmedienanstalt umsetzt werden. Der damit einhergehende Imageschaden wirkt auf Anbieter abschreckend. Die Aufsicht über problematische Internetangebote nimmt die KJM zusammen mit jugendschutz.net und den Landesmedienanstalten wahr. Bei Verdacht eines Verstoßes treten sowohl die zuständige Landesmedienanstalt und jugendschutz.net an die Anbieter heran und fordern die Löschung entsprechender Inhalte. Ist dies nicht der Fall, schreitet die KJM ein.

Die Aufgabe der Beurteilung der Eignung von Jugendschutzprogrammen liegt seit dem 1.10.2016 bei den vier anerkannten Einrichtungen der Freiwilligen Selbstkontrolle:

USK: http://www.usk.de
FSK: https://www.spio-fsk.de
FSF: http://fsf.de
FSM: http://www.fsm.de

Die FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) hat eine App entwickelt, mit der schnell und übersichtlich die FSK Freigaben, die Freigabebegründungen sowie Trailer und Infos zu aktuellen Filmen angeschaut werden können.

Mit Sicher Online Gehen gibt es zudem eine Initiative von Bund, Länder und Wirtschaft für wirksamen Schutz von Kindern im Internet.
Wie funktionieren Jugendschutzprogramme? Welche sind von der Kommission für Jugendmedienschutz anerkannt?

Der gemeinnützige Verein JusProg e.V. hat sich zur Aufgabe gemacht hat, Kinder und Jugendliche im Internet besser zu schützen. Zu diesem Zweck bietet er Eltern, Großeltern, Lehrern und allen anderen, die mit Kindern und Medien zu tun haben, das kostenfrei nutzbare JusProg-Jugendschutzprogramm an.